After installing the latest update of Mac OS X macOS (macOS 10.12, Sierra), I noticed that my hotkey for iTerm2's slide-down window was not working anymore.
Turns out that Karabiner has a known issue with macOS Sierra and does not work any more.
The developers are already developing a fix and in the meantime provide Karabiner-Elements as a hot-fix package. From what I understand, the functionality of the KE is limited to single key remapping, but can be combined with Keyboard Maestro/Better Touch Tool for more sophisticated shortcuts (just search the GitHub Issues of Karabiner/KE).
KE does not come with a (useful) GUI interface and can be configured via a JSON file.

iTerm's hotkey is configured to be the F18 key, so I need to my Caps-Lock key (WHO NEEDS THIS KEY ANYWAY) to this key.
I configured it in Karabiner already and it also doable in Karabiner-Elements.
The following is my karabiner.json:

{
    "profiles": [
        {
            "name": "Default profile",
            "selected": true,
            "simple_modifications": {
                "caps_lock": "f18"
            }
        }
    ]
}

Next, I have assigned F18 to the Hotkey Window profile in iTerm:

F18 mapped to the Hotkey Window profile

It's all working again!

(picture credit: Toby on Flickr)

Glossaries für LaTeX

"Schnell noch ein Glossar hinzufügen", oder wie ich lernte die Atombombe zu lieben.

Jedenfalls folgt hier ein Minimalbeispiel, wie man es schafft ein voll funktionsfähiges Glossar in sein LaTeX-Dokument zu pressen.

Der Kompiliervorgang verändert sich bei der Benutzung des Pakets glossaries(faq) ein wenig. Man kompiliert wie gewohnt zunächst mit seinem Programm (oder halt pdflatex oder whatever), dann ruft man

makeglossaries dokumentname

auf.

Ganz wichtig: keine Endung. Mit Endung .glo oder .acn wird nur das Glossar bzw. die Akronymtabelle neu aufgebaut.

Jetzt muss man das Dokument nochmal wie gewohnt kompilieren und fertig.

Doch halt! Damit ist es noch nicht getan. Die Erstellung eines Glossars sollte sich wohl anfühlen, als würde einem in vollem Lauf, wieder und wieder, ein Stock zwischen die Beine gehauen.

Zum einen muss eine strikte Reihenfolge eingehalten werden, zum anderen darf man für den Import der Glossardateien und Inhalte auf denen referenzierte Stellen enthalten sind nur mit \input importieren, nicht mit \include.

Die Reihenfolge geht so:

  1. \usepackage{hyperref}
  2. \usepackage{glossaries}
  3. \input{glossardatei}
  4. \makeglossaries
  5. weitere Sachen außerhalb der Dokumentumgebung
  6. \begin{document}
  7. ... weitere Sachen
  8. \printglossaries
  9. \input{inhalt} oder halt direkt Zeug hier drin

Zusätzlich hilft es auch manchmal, alle Files außer .tex zu entfernen, die beim Kompiliervorgang so anfallen.

Anstatt mit \printglossaries gleich das komplette Glossar inklusive aller Gruppen und Akronymlistung auszugeben, kann man auch nur eine Gruppe gezielt ausgeben (und auch gleich die Titel auf Deutsch ändern):

\printglossary[type=<gruppenname>,title=<titel>,toctitle=<titel_im_inhaltsverzeichnis>]

Das <gruppenname> kann hierbei main, akronym oder was Selbstdefiniertes sein.

Unten das Hauptfile, zusätzlich hab ich noch ein ZIP gepackt mit Test-Inhalt: glossaries.zip

\documentclass{scrartcl}
\usepackage[colorlinks]{hyperref}
\usepackage[acronym,toc]{glossaries} % make a separate list of acronyms

\input{content/glossarverzeichnis}
\makeglossaries

\title{Glossar-Test}
\author{Manuel}

\begin{document}

\maketitle

\tableofcontents
\printglossary[type=main, title=Glossar,toctitle=Glossar]
\printglossary[type=acronym, title=Akronyme,toctitle=Akronyme]

\input{content/inhalt}

\end{document}

Falls es bei euch nicht so klappt, oder wenn ich Fehler eingebaut haben sollte, lasst es mich bitte wissen!

Viel Glück!

Sonnen-Clear

Schlechtes Wortspiel aus der Überschrift mal beiseite. Seit heute kann man Clear, eine weitere To-Do-App kaufen. Im Vorfeld gab es ja bereits ein Promo-Video und allerorts wurde viel gehypet (das Wort "Hype" hat ja mittlerweile eine recht negative Konnotation und signalisiert, dass das Produkt nicht das hält, was es verspricht).

Ich habe jetzt sehr lange, 5 Minuten, damit herumgespielt, habe das kleine Tutorial gewissenhaft durchgelesen und alle Aktionen zu denen mich die voreingetragenen To-Do's aufgefordert hatten ausprobiert.
Das Ganze hat in Verbindung mit den Sound-Effekten ziemlich viel Spaß gemacht für eine To-Do-App. So viel nur Touch-Interaktion war ich sonst lediglich von Spielen gewohnt. Ich bin ziemlich begeistert von der App, die jetzt sofort in mein iPhone-Dock gewandert ist und Camera+ verdrängt hat.

Das Interface von Clear bietet keine Buttons im klassischen oder iOS-Sinn. Es erinnert stark daran, was Windows Phone 7 macht: man interagiert hauptsächlich direkt mit dem Inhalt. Swipe links, swipe rechts, pinch auf, pinch zu, pull down, pull up, tap, hold. Alles direkt über den To-Do-Items oder den Listen. Jetzt wird auch klar, warum man das Tutorial am Anfang gewissenhaft durchmachen und mit der App zunächst spielen sollte. Hat man erstmal alle Guide-Items gelöscht gibt es keinen sichtbaren Hinweis zur Bedienung mehr. Kein "Zurück"-, "Home"-, "Settings"-Button. Würde ich jetzt an Amnesie leiden, müsste ich wahrscheinlich entweder wild irgendwelche Gesten ausprobieren oder woanders nach einer Anleitung suchen. Gerade aber deshalb finde ich das schon sehr interessant. Daher, dass Clear auf jegliche konventionellen Aktionselemente verzichtet, bleibt einem nunmal nur Gestensteuerung, die entweder durch Konventionen im Bewusstsein des Benutzers gefestigt oder neu gelernt werden müssen. Für die nicht so technik-affine (oder Touch-Geräte-benutzende) Benutzergruppe ist da die Lernkurve natürlich ein wenig steiler aber sehr gut machbar, da man die App ja mehr oder weniger täglich benutzen wird.

Clear bietet keine Synchronisation mit irgendetwas an, auch gibt's das bisher nur für iOS. Da mögen OmniFocus- oder Things-User und ganz besonders die Android-Fraktion jetzt bestimmt aufschreien. Erstere Gruppen nutzen halt weiterhin das Programm, das ihnen die Flexibilität bietet, die sie für ihre GTD-Methode brauchen, das sie an Sachen erinnert oder mit alles und jedem Synchronisiert und bis aufs letzte bisschen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Diese Gruppe könnte Clear aber zum Beispiel für Einkaufslisten oder so nutzen, die nicht wirklich viel Konfiguration benötigen aber schnell erstellt und abgearbeitet werden müssen.

Letztere bekommen Clear bestimmt auch bald. Nach dem grandiosen Start über den App Store (derzeit in Deutschland, Italien, Japan, Neuseeland, UK und den USA auf Platz 1 bis 2) gibt's nun bestimmt auch ein Budget für einen Android- und was ich auch wahrscheinlich halte, WP7-Sprössling. Wobei ich nicht sicher bin, ob die App auf Android auch so flüssig läuft und sich so schnell öffnet.

Das ist auch einer der großen Pluspunkte die ich Clear gutschreibe. Die App ist sofort offen. Auch auf meinem nun 2 Jahre alten 3GS, das selbst beim Unlock Ewigkeiten bis zum Homescreen braucht. Evernote ärgert mich da auch ziemlich oft. Eigentlich will ich nur mal schnell eine Notiz schreiben, aber da die Evernote-App einfach elends lang braucht bis sie startet, dann erstmal synchronisiert und dann erst meinen Befehl eine neue Notiz anzulegen ausführt, habe ich mir die Dinge meist schon so gemerkt (und einfach wieder vergessen) oder die herkömmliche Notiz-App benutzt. Ich hoffe wirklich, sollte Clear irgendwann Synchronisierung bieten, dass die Acht auf die Performance legen. Ich bin nämlich ziemlich begeistert, dass die App so gut reagiert.

Ein To-Do kann übrigens nur eine Beschreibung beinhalten. 28 Zeichen maximal, soviel wie ungekürzt angezeigt werden kann (was ich angesichts deutscher Wortlängen jedoch bedauere). Diktiert darf es anscheinend auch mehr sein. Deadlines gibt es nicht, auch keine Tags oder sonstigen Kollaborativkram mit dem man Zeit verschwenden verbringen könnte. Priorität kann durch die Position in der Liste erzeugt werden und wird durch eine dunkleren Farbton signalisiert. Aber eigentlich wird Priorität ja nicht vorgegeben, sondern ergibt sich aus der Aufgabe an sich. Wäre es wirklich dringend, wäre es schon erledigt worden.

Clear bietet einem ganze vier Einstellungsmöglichkeiten: App Badge (Anzeige der Item-Zahl auf dem Icon), Contextual Badge (wahrscheinlich abhängig von der Liste die man gerade offen hatte), Sound Effects und Vibration. Die Soundeffekte sind ganz schön, sollte man sich mal alle angehört haben, habe ich aber deaktiviert. Meine Apps sollen leise ihren Dienst verrichten und mir maximal per Vibration Rückmeldung geben. Verpasste Deadlines die einem signalisiert werden können, gibt es ja eh nicht. Wenn man Tweetbot installiert hat bekommt man noch das Tweetbot-Theme, folgt man einem der unter "Follow The Team" aufgeführten auf Twitter über die App, bekommt man das Scorched-Theme, das einfach "Heat Map" in weniger knalligen Farben ist (und das benutze ich auch gerade).

Die App reicht mir, mit meinen derzeit wenigen To-Do's vollkommen aus. Synchronisierung auf eine Mac-App wäre in der Zukunft cool, aber lieber habe ich eine App die sofort auf ist, wenn ich sie brauche.

Gut finde ich den Schritt der Entwickler auf konventionelle Eingabeobjekte zu verzichten und so stark gestenbasiert zu arbeiten. Auch wird auf den ganzen skeuomorphen Kram geschissen und auf den Inhalt wert gelegt. Mich nervt in iCal zum Beispiel diese ganze Lederoptik. Die Reminders-App verschwendet sehr viel Bildschirmplatz mit der Leder- und Notizzettel-Optik und der Anzeige der Listenüberschrift. Wobei ich glaube, dass deren einzige Daseinsberechtigung ist zu demonstrieren, wie umständlich die Bedienung selbiger ohne Siri ist. Ich trage die Erinnerungen jedenfalls lieber in iCal ein als am iPhone.

Die App erinnert mich ein wenig an einen, sehr durchdachten, Prototypen, bei dem es zunächst auf minimalen Funktionsumfang ankommt, der aber ordentlich läuft und auf Geschwindigkeit achtet um nicht frustrierend zu wirken. Nichts frustriert mich momentan mehr als die Tatsache, dass mein iPhone langsam an fast allen Stellen hängt und nicht reagiert, örgs.

Hier noch eine Liste sämtlicher Reviews, die mir heute über den Weg liefen:

Abschließend kann ich nur sagen: für 79ct Einführungspreis kann man da definitiv zuschlagen, wenn man eine ToDo-App mit wenig Funktionsumfang braucht, die einen einfach einfach ToDo's eintragen lässt und wirklich Spaß macht.

Tweetbot 2.0

Mein Lieblingstwitterclient erfuhr heute ein super Update auf die Version 2.0. Bei Software ist das sowas wie "alles jetzt noch besser", meistens ändert sich die Optik, damit die User auch sehen, dass sich was geändert hat und es nicht nur heißt "es gibt da jetzt ganz viel Neues unter der Haube, aber leider werdet ihr da nur wenig direkt von mitbekommen".

Ziemlich viele kleine Detailverbesserungen, bisher war ich ja auch vollkommen zufrieden, bin aber auch kein Poweruser und man kann wirklich viel konfigurieren. Cool finde ich besonders die Bildervorschau, die reicht meistens aus um zu sehen, ob man sich das Bild in Groß anschauen möchte. Das Update ist gratis, wenn man die 1.x Version besitzt. Und ich muss sagen, dass das Software ist, für die ich gern Geld ausgegeben habe. I got what I paid for.

Hier steht der Changelog im offiziellen Blog der Entwickler und hier gibts ein ausführliches Review der neuen Version mit Vergleichsbildern der alten.

Bin zufrieden, will das bitte auch für den Mac!

Update

Oh, es gibt nun auch Tweetbot fürs iPad. Brauch ich aber nicht, da ich kein iPad habe. Das brauch ich nämlich auch nicht wirklich.

Noch ein Texteditor

Jetzt hab ich doch noch einen neuen Texteditor gefunden. Ich dachte ja, dass ich direkt von TextMate zu TextMate 2 wechseln werde, wenn das endlich mal rauskommt.

Das Teil heißt Sublime Text 2 und ist gerade noch in der Beta-Phase. Ich benutz das jetzt seit zwei Tagen und hab mir schon einiges Nützliches konfiguriert. Das geht alles über diverse JSON-Files.

Einen guten Einstieg findet man bei opensoul.org, sehr gut finde ich Package Control, womit man sehr einfach Packages nachladen kann. Genausogut kann man aber auch direkt TextMate-Bundles benutzen.

Das Standard-Theme ist auch sehr schön dunkel.

Die Demo-Phase ist zwar unbegrenzt, man wird aber alle paar Mal Sichern gefragt, ob man das denn nicht kaufen möchte.

Danke an Leo für den Tipp.

~

Tabs

Wie der Screenshot schon zeigt, nutze ich derzeit eine andere Art Tabs darzustellen.

Normalerweise werden Tabs ja oberhalb oder unterhalb der Navigations-Leiste angezeigt. Ist aber auf nem Display mit 800 Pixel Höhe sehr ungeschickt, weil dann wertvolle Pixel in der Vertikalen verschenkt oder verschwendet werden. Zudem neigen horizontal angereihte Tabs dazu, unübersichtlich zu werden. Gerade wenn man mehrere Tabs der selben Seite (Vorlesungsverzeichnis…) offen hat sieht man nur noch die Favicons.

Also werden die Tabs an die Stelle gerückt, die man auch mal für die Lesezeichen-Sidebar benutzt hat. In der Breite hat man noch 50% mehr Pixel meistens und viele Seitenlayouts sind sowieso recht schmal. Außerdem kann man die Tabs auch rudimentär in Gruppen organisieren, was ich recht cool finde.

Das Addon für den Firefox heißt Vertical Tabs und ist experimentell, läuft aber im Firefox 6 sehr zuverlässig. In Chrome kann man anscheinend auch Tabs an der Seite hinbekommen, sieht aber dann recht beschissen aus. Für den Safari hab ich leider noch nichts gefunden.