The Avengers

Manchmal muss man seinem Schicksal einfach die sinnbildliche Pistole an die Schläfe halten und sich den Film selbst aussuchen. Denn eigentlich sind wir es ja gewohnt jeden Montag einfach ins Kino zu gehen und uns überraschen zu lassen (nicht nur vom Film).

Also waren wir gestern in The Avengers und ich hab dabei mein Sneak-Budget für 3 Sneaks plündern müssen. Zum Glück habe ich diesmal daran gedacht alle meine 4 3D-Brillen mitzunehmen, sodass ich nun nicht auch noch eine fünfte besitze.

The Avengers ist jetzt also das große Finale, auf das die Verfilmungen der einzelnen Charaktere hingearbeitet haben. Und was für eins. Action und Spaß. Kleinere Charakter-Einblicke und ganz viel tolle CG (bis auf ein paar Fluggeräte die reingeklatscht aussahen). ILM und weta digital waren natürlich vertreten und viele kleinere Studios.

Die Helden aus dem Marvel-Universum wurden jetzt also alle in einen Film verpackt und bieten sich einen Showdown mit Loki, der schon in Thor der Bösewicht war, und einer fiesen Alien-Armee, die durch ein Portal auf die Erde kommen.

Es ist immer sehr schwer so viele starke Charaktere gemeinsam in einem Film zu haben, sodass jeder glänzen kann, ohne die anderen auszustechen. Glücklicherweise gelingt diese Balance hier und macht ziemlich Spaß. So zum Beispiel der verbale Schlagabtausch zwischen Tony Stark und Steve Rogers oder die Szene mit Loki und dem Hulk.

Ich war froh, dass endlich mal der richtige Hulk zu sehen war. Kein langweiliger Banner, sondern ein witziger und selbstbeherrschter, kein charakterloser grüner Gorilla, wie in den früheren Verfilmungen, sondern einer, der richtig reinhaut und zum Ende hin überrascht.

Der Plot ist jetzt nicht wirklich außergewöhnlich und steht offensichtlich hinten an. Es geht um die Super-Helden und die Bösewichte, nicht mehr, nicht weniger. Simpler Plot, viel Action, nichts was ablenkt.

The Avengers ist aufregend, lustig, und voller klasse Szenen, an die man sich auch nach dem Film noch erinnert, sodass man sich den Film gerne gleich nochmal anschauen möchte (oder zumindest eine ganz bestimmte Szene).

Sneak Review – Kompakt-Edition

Da ich während der letzten paar Sneaks nicht so richtig Zeit für ausschweifende Beurteilungen fand, es war wiedermal Klausurphase, kommen jezt die letzten Sneaks in einer etwas kurzgehaltenen Fassung.
Außerdem war der RSS-Feed hier kaputt, den ich heute endlich erfolgreich fixen konnte. Dann mal los.

Kalenderwoche 6 – Black Gold

Der Film handelt von Brüdern, Öl, Scheichs und einem Konflikt über einen streifen Land, Moderne und Tradition. Ein Wüstenabenteuer, von denen man heutzutage eher weniger sieht.

Die erste Hälfte baut den Konflikt glaubwürdig auf, in der zweiten kommt der Film dann richtig in Fahrt. Die weibliche Rolle im Film kommt etwas zu kurz und wirkt irgendwie halb in die Story gewurschtelt, macht aber nix. Mir hat der Film sehr gut gefallen.

Fazit: Oppulentes Wüsentabenteuer mit Anlehung an Lawrence von Arabien. Unbedingt anschauen!

Kalenderwoche 7 – Safe House

Ein Film über einen jungen CIA-Agenten, der einen wichtigen Verbrecher in seinem "Safe House" bewachen soll. Als dieses dann angegriffen wird, flüchtet er zusammen mit seinem "Paket". Dabei gerät er selbst ins Visier seiner Kollegen.

Fazit: Hat mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen, bei Denzel im Cast hätte ich mehr erwartet.

Kalenderwoche 8 – Das gibt Ärger

Zwei Agenten daten unwissentlich gleichzeitig die selbe Frau. Als die beiden das rausfinden, vereinbaren sie einen Deal: sie soll sich entscheiden, ohne zu wissen, dass die beiden sich kennen.

Es wird viel Spionage-Zeug eingesetzt um sich gegenseitig zu sabotieren oder abzuhören. Später wird dann noch total unglaubwürdig eine schwere Kindheit mit Bindungsproblemen eingestreut.

Fazit: langweiliger Spy-vs-Spy-Möchtegernfilm.

Kalenderwoche 9 – Einer wie Bruno

Zur Geschichte: Radost, 13, muss sich nicht nur um ihre Schule, sondern auch um ihren geistig zurückgebliebenen "alleinerziehenden" Vater Bruno kümmern. Pupertät und Verliebtheit in den neuen Mitschüler lassen Brunos geregelten Alltag langsam aus den Fugen geraten und auch das Jugendamt macht die Sache nicht gerade einfacher.

Die Tragigkomödie hat keine sonderlich überraschenden Stellen oder verläuft unerwartet. Trotzdem fand ich die schauspielerische Leistung von Lola Dockhorn (sie spielt Radost) und Christian Ulmen (Bruno) ziemlich gut, bei letzterem leider öfter einmal übertrieben. Die Darstellung des Bruno war, ich hab mich da kurz mit Kollegen unterhalten, die ähnliche Fälle in der Familie haben, aber glaubhaft. Die Person der Jungendamtsfrau ist jedoch ein bisschen seltsam überverständnisvoll gewesen.

Fazit: Alles in allem ist Einer wie Bruno ein unterhaltsamer Film, den ich mir auch nochmal anschauen würde.

Kalenderwoche 10 – Haywire

Darauf war ich so garnicht gefasst. Ein Action-Prügel-Agentenfilm ohne lange Prügelszenen. Wenn sich jemand schlug, dann kurz und präzise.

Mallory Kane, gespielt von Gina Carano (wohl eine Mixed-Martial-Arts-Kämpferin und keine Schauspielerin), ist – wie immer halt – super gut ausgebildet und hoch gefragt, wenn die Regierung einen Auftrag möglichst leise erledigt haben will. Irgendwann wird sie hintergangen und soll aus dem Weg geräumt werden, indem ihr alles in die Schuhe geschoben werden soll; es sollen also durch ihr Ableben mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden ('zack, ein Euro ins Phrasenschwein').

Erzähltechnisch wird die Vorgeschichte zuerst von Mallory selbst einem jungen Mann erzählt, den sie inklusive dessen Auto gerade entführt hatte. Als sie auf der Flucht dann von Streifenwagen gefasst werden, wechselt die Erzählung in die Gegenwart.

Der Film läuft ziemlch durcheinander ab. Man weiß oft nicht, warum die sich jetzt gerade schlagen, oder wer eigentlich mit wem etwas zu schaffen hat, oder was eigentlich Gordon Gecko oder Antonio Banderas hier verloren haben. Und so fühlt sich unsere Protagonistin glaube ich auch im gesamten Film bis kurz vor Schluss, wo sie mit allen Schurken einmal ordentlich den Boden wischt.

Fazit: Not your everyday Action-Thriller.

Zum Schluss

Die beiden Favoriten waren definitiv Black Gold und Haywire, es liegt aber nicht daran, dass in beiden Herr Banderas mitspielt^^.

Sonnen-Clear

Schlechtes Wortspiel aus der Überschrift mal beiseite. Seit heute kann man Clear, eine weitere To-Do-App kaufen. Im Vorfeld gab es ja bereits ein Promo-Video und allerorts wurde viel gehypet (das Wort "Hype" hat ja mittlerweile eine recht negative Konnotation und signalisiert, dass das Produkt nicht das hält, was es verspricht).

Ich habe jetzt sehr lange, 5 Minuten, damit herumgespielt, habe das kleine Tutorial gewissenhaft durchgelesen und alle Aktionen zu denen mich die voreingetragenen To-Do's aufgefordert hatten ausprobiert.
Das Ganze hat in Verbindung mit den Sound-Effekten ziemlich viel Spaß gemacht für eine To-Do-App. So viel nur Touch-Interaktion war ich sonst lediglich von Spielen gewohnt. Ich bin ziemlich begeistert von der App, die jetzt sofort in mein iPhone-Dock gewandert ist und Camera+ verdrängt hat.

Das Interface von Clear bietet keine Buttons im klassischen oder iOS-Sinn. Es erinnert stark daran, was Windows Phone 7 macht: man interagiert hauptsächlich direkt mit dem Inhalt. Swipe links, swipe rechts, pinch auf, pinch zu, pull down, pull up, tap, hold. Alles direkt über den To-Do-Items oder den Listen. Jetzt wird auch klar, warum man das Tutorial am Anfang gewissenhaft durchmachen und mit der App zunächst spielen sollte. Hat man erstmal alle Guide-Items gelöscht gibt es keinen sichtbaren Hinweis zur Bedienung mehr. Kein "Zurück"-, "Home"-, "Settings"-Button. Würde ich jetzt an Amnesie leiden, müsste ich wahrscheinlich entweder wild irgendwelche Gesten ausprobieren oder woanders nach einer Anleitung suchen. Gerade aber deshalb finde ich das schon sehr interessant. Daher, dass Clear auf jegliche konventionellen Aktionselemente verzichtet, bleibt einem nunmal nur Gestensteuerung, die entweder durch Konventionen im Bewusstsein des Benutzers gefestigt oder neu gelernt werden müssen. Für die nicht so technik-affine (oder Touch-Geräte-benutzende) Benutzergruppe ist da die Lernkurve natürlich ein wenig steiler aber sehr gut machbar, da man die App ja mehr oder weniger täglich benutzen wird.

Clear bietet keine Synchronisation mit irgendetwas an, auch gibt's das bisher nur für iOS. Da mögen OmniFocus- oder Things-User und ganz besonders die Android-Fraktion jetzt bestimmt aufschreien. Erstere Gruppen nutzen halt weiterhin das Programm, das ihnen die Flexibilität bietet, die sie für ihre GTD-Methode brauchen, das sie an Sachen erinnert oder mit alles und jedem Synchronisiert und bis aufs letzte bisschen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Diese Gruppe könnte Clear aber zum Beispiel für Einkaufslisten oder so nutzen, die nicht wirklich viel Konfiguration benötigen aber schnell erstellt und abgearbeitet werden müssen.

Letztere bekommen Clear bestimmt auch bald. Nach dem grandiosen Start über den App Store (derzeit in Deutschland, Italien, Japan, Neuseeland, UK und den USA auf Platz 1 bis 2) gibt's nun bestimmt auch ein Budget für einen Android- und was ich auch wahrscheinlich halte, WP7-Sprössling. Wobei ich nicht sicher bin, ob die App auf Android auch so flüssig läuft und sich so schnell öffnet.

Das ist auch einer der großen Pluspunkte die ich Clear gutschreibe. Die App ist sofort offen. Auch auf meinem nun 2 Jahre alten 3GS, das selbst beim Unlock Ewigkeiten bis zum Homescreen braucht. Evernote ärgert mich da auch ziemlich oft. Eigentlich will ich nur mal schnell eine Notiz schreiben, aber da die Evernote-App einfach elends lang braucht bis sie startet, dann erstmal synchronisiert und dann erst meinen Befehl eine neue Notiz anzulegen ausführt, habe ich mir die Dinge meist schon so gemerkt (und einfach wieder vergessen) oder die herkömmliche Notiz-App benutzt. Ich hoffe wirklich, sollte Clear irgendwann Synchronisierung bieten, dass die Acht auf die Performance legen. Ich bin nämlich ziemlich begeistert, dass die App so gut reagiert.

Ein To-Do kann übrigens nur eine Beschreibung beinhalten. 28 Zeichen maximal, soviel wie ungekürzt angezeigt werden kann (was ich angesichts deutscher Wortlängen jedoch bedauere). Diktiert darf es anscheinend auch mehr sein. Deadlines gibt es nicht, auch keine Tags oder sonstigen Kollaborativkram mit dem man Zeit verschwenden verbringen könnte. Priorität kann durch die Position in der Liste erzeugt werden und wird durch eine dunkleren Farbton signalisiert. Aber eigentlich wird Priorität ja nicht vorgegeben, sondern ergibt sich aus der Aufgabe an sich. Wäre es wirklich dringend, wäre es schon erledigt worden.

Clear bietet einem ganze vier Einstellungsmöglichkeiten: App Badge (Anzeige der Item-Zahl auf dem Icon), Contextual Badge (wahrscheinlich abhängig von der Liste die man gerade offen hatte), Sound Effects und Vibration. Die Soundeffekte sind ganz schön, sollte man sich mal alle angehört haben, habe ich aber deaktiviert. Meine Apps sollen leise ihren Dienst verrichten und mir maximal per Vibration Rückmeldung geben. Verpasste Deadlines die einem signalisiert werden können, gibt es ja eh nicht. Wenn man Tweetbot installiert hat bekommt man noch das Tweetbot-Theme, folgt man einem der unter "Follow The Team" aufgeführten auf Twitter über die App, bekommt man das Scorched-Theme, das einfach "Heat Map" in weniger knalligen Farben ist (und das benutze ich auch gerade).

Die App reicht mir, mit meinen derzeit wenigen To-Do's vollkommen aus. Synchronisierung auf eine Mac-App wäre in der Zukunft cool, aber lieber habe ich eine App die sofort auf ist, wenn ich sie brauche.

Gut finde ich den Schritt der Entwickler auf konventionelle Eingabeobjekte zu verzichten und so stark gestenbasiert zu arbeiten. Auch wird auf den ganzen skeuomorphen Kram geschissen und auf den Inhalt wert gelegt. Mich nervt in iCal zum Beispiel diese ganze Lederoptik. Die Reminders-App verschwendet sehr viel Bildschirmplatz mit der Leder- und Notizzettel-Optik und der Anzeige der Listenüberschrift. Wobei ich glaube, dass deren einzige Daseinsberechtigung ist zu demonstrieren, wie umständlich die Bedienung selbiger ohne Siri ist. Ich trage die Erinnerungen jedenfalls lieber in iCal ein als am iPhone.

Die App erinnert mich ein wenig an einen, sehr durchdachten, Prototypen, bei dem es zunächst auf minimalen Funktionsumfang ankommt, der aber ordentlich läuft und auf Geschwindigkeit achtet um nicht frustrierend zu wirken. Nichts frustriert mich momentan mehr als die Tatsache, dass mein iPhone langsam an fast allen Stellen hängt und nicht reagiert, örgs.

Hier noch eine Liste sämtlicher Reviews, die mir heute über den Weg liefen:

Abschließend kann ich nur sagen: für 79ct Einführungspreis kann man da definitiv zuschlagen, wenn man eine ToDo-App mit wenig Funktionsumfang braucht, die einen einfach einfach ToDo's eintragen lässt und wirklich Spaß macht.

Sneak Review – Sex on the Beach

Grundsätzlich hat der Film eine gute Ausgangsbasis gehabt. Teenager, die unbedingt einen drauf machen wollen, ein Urlaubsort als Party-Location und genug Geld vom verstorbenen Großvater.

Die vier Freunde wollen, nach abgeschlossener Schule, endlich noch einen letzten Urlaub miteinander verbringen, bevor es für einige weit weg geht. Mit selbstgemachten T-Shirts voller sexueller Motive fliegen sie nach Griechenland.

Während des Aufenthalts in einem sehr schäbigen Hotel lernen sie einen ehemaligen Soldaten kennen, dessen Vorkommen in dem Film sich leider nicht erschlossen hat. Nachdem sie in eine Bar gelockt worden waren, treffen die Vier in dieser zufällig auf die einzigen anderen Gäste, eine Gruppe aus vier jungen Frauen. Sehr lustig versuchen sie sich tanzend über die komplett leere Tanzfläche zu diesen herüberzuarbeiten.
Im Verlauf der Geschichte (kann man davon reden?) werden natürlich aus diesen Acht nach und nach vier Pärchen.

Kalenderwoche 5 - Sex on the Beach

Charakterentwicklung gibt es so gut wie nicht. Hallo, die Jungs werden gerade erwachsen!? Da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Man bekommt leider nur leicht mit, wie sich zwei, der eine wurde kurz vor dem Urlaub von seiner Freundin verlassen und trauert ihr noch nach, langsam auseinanderleben, weil der eine doch kein Geschäft mit dem anderen aufmachen und lieber Studieren will, der dritte, der Erzähler dieser Begebenheit, hat irgendwie sehr starke Probleme mit seinem Vater. Der Vierte ist scheinbar nur der Dumme, der ein paar Mal Weisheiten ausplaudern darf ("Gott reimt sich auf Schafott" dafuq?) und Döner mag.

Außer dem "Wir geben uns jetzt die Kante und reißen Frauen auf"-Plot gab es sonst nichts.

Was bleibt

Was es gab, waren viele Lacher. Auch wenn einige sehr vorhersehbar waren, habe ich doch teils echt heftig lachen müssen. Die Bandbreite der Gags verlief von urkomisch bis eklig, sehr eklig. In Dialogen wurde meist kein Blatt vor den Mund genommen und das Gegenüber unverblümt beschumpfen, wenn auch meist unabsichtlich. Oft zog die Intelligenz der Protagonisten gegenüber dem nächsten zu arrangierenden Gag jedoch den kürzeren. Die "Ich haue dir jedes Mal, wenn du deine Ex erwähnst zwischen die Eier"-Nummer wurde leider nicht konsequent durchgezogen. Es gab mindestens 3 Gelegenheiten, wo nichts unternommen wurde. Wenige Lacher wurden lange vorbereitet, und so lebten die Gags meist von spontan provozierten lustigen Szenen.

Anscheinend gibt es heirvon eine Serienvorlage, dazu kann ich aber nichts sagen.

Zum Abschluss: Lieber Superbad anschauen, da ist wesentlich mehr Substanz dahinter und es ist mindestens genau so witzig.

Bilder via imdb.com

Sneak Review – What's Your Number?

Nachdem es die letzten Male in der Sneak besser war, musste es natürlich bald mal schlechter werden. Und, was will man schon von einer Romantik-Komödie erwarten.

Kalenderwoche 4 – What's your Number?

Der Film handelte davon, dass eine junge Frau endlich mal den Richtigen finden will. Und weil sie irgendwo las, dass sie nach 20 Bettgenossen den richtigen nicht mehr finden würde, statistisch gesehen, musste sie sich natürlich unter jenen glücklichen bedienen, die sie schonmal hatte – vielleicht hatten diese sich ja in der Zwischenzeit zum Besseren gewandelt.

Bei ihrer Suche nach den Verflossenen hatte sie tatkräftige Unterstützung vom Detektivsohn und Nachbar gegenüber aus 6A, der auch noch unverschämt gut aussah und einen OneNight-Stands nach dem anderen hatte. Er bot ihm also seine Detektivdienste an und durfte sich im Gegenzug in ihrer Wohnung verstecken bis seine Liebschaften sein Appartement verlassen hatten.

Mit der Zeit verlieben sich die beiden jedoch ineinander, streiten sich, als sie erfährt, dass er den Kontakt zu jenem auf ihrer Suchliste, der ganz oben stand, zurückhielt, nur um sich dann, wer hätte es anders erwartet am Ende doch in die Arme zu fallen.

Genauso vorhersehbar wie der Plot – hier braucht man den Trailer, der nicht nur alles verrät, sondern fast alle witzigen Szenen bereits enthält, garnicht gesehen zu haben – sind auch die meisten Witzsituationen. Die sind jedoch überraschend direkt und recht lustig. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, was ich gut fand.

Die beiden Hauptrollen fand ich glaubhaft und passend besetzt, die Nebenrollen waren Mittel zum Zweck, über sie wurde nicht allzuviel erzählt.

Einige Stellen waren wohl für die englische Sprache konzipiert. Einer ihrer Gesuchten war der Brite Simon und wurde von Martin Freeman gespielt. Die britischen Dialoge wirkten in der deutschen Syncro leider sehr fehl am Platz.

Was bleibt

Wer auf Romantik-Komödien steht, kommt hier wahrscheinlich voll auf seine Kosten.
Für mich reicht das leider nicht zu mehr als "Für 4€ in Ordnung". Ich würde mir den Film jedoch vielleicht nochmal anschauen.

Photo by Claire Folger – © 2011 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Sneak Review – Moneyball

Nur ein Mini-Budget Team in der Major League des amerikanischen Baseball im Jahr 2002 mit einem mittvierziger Manager, der früher selbst dem Geld und Erfolg den Vortritt vor seinem Stipendium gab; Billy Beane gespielt von Brad Pitt.

Vorneweg: ich verstehe nichts von Baseball, würde wohl nichtmal den Ball treffen, versuchte ich es. Also klar, irgendwie sieht das aus wie Brennball in der Schule. Und es scheint um viel Geld zu gehen.

Jedenfalls steht besagter Manager vor der Aufgabe mit einem Team, das gerade um drei seiner einzigen guten Spieler erleichtert wurde, und dem kleinsten Budget der Liga möglichst wieder viele Siege einzustreichen. Bei einem Verhandlungsgespräch um neue Spieler trifft er auf Peter Brand (gespielt von Jonah Hill), den Beane bald mit ins Boot holt. Brand hat Wirtschaft in Yale studiert und widmet sich der statistischen Analyse des Baseballsports. Er ist der Meinung, sämtliche Sportler würden aufgrund falscher Kriterien vollkommen falsch eingeschätzt, kann sich jedoch gegen die »alten Hasen« mit ihren traditionellen Methoden nicht so recht behaupten, bis Beane ihm die Chance dazu gibt.

Kalenderwoche 3 – Moneyball

Zunächst sieht es so aus, als ob die Strategie das Schicksal des Teams besiegelt hätte, nach über einem Dutzend Niederlagen jedoch schlägt die Statistik zu und belohnt unsere Protagonisten.

Baseballtechnisch und -geschichtlich kann ich nur das sagen, das ich durch kurzes Stöbern in der Wikipedia herausfand. Die Strategie, nachder der fiktive Charakter Peter Brand agiert wird sabrmetrics genannt und ist bis zu diesem Zeitpunkt nur bloße Theorie. Der geneigte Baseball-Fan wird hier wahrscheinlich auf seine Kosten gekommen sein, ich kann aber nur mutmaßen.

Schauspielerisch hat Brad Pitt den Manager sehr menschlich und glaubhaft herübergebracht, auch die kurzen Zwischensequenzen mit seiner Beanes Tochter haben dazu beigetragen. Die Rückblenden in Beans Baseball-Karriere helfen, seine Abneigung gegenüber den alten Methoden und Scouts zu verstehen.

Wen ich jedoch viel besser fand, war Jonah Hill. Er hat so schüchtern gewirkt in dieser Welt des Profi-Baseball, wo jeder den Status Quo erhalten wollte und er mit diesen neuartigen Methoden fehl am Platz sein sollte. Sehr amüsant waren die Szenen in der er lernen musste einen Spieler zu feuern und als er kurz darauf auch einen Spieler entlassen musste, dieser aber zu Brands Erstaunen nicht sehr traurig über seine Entlassung schien.

Was bleibt

Der Film verlieft zu meiner Erleichterung nicht nach Schema »Wunderknabe holen, Team mühevoll aufpeppeln, Spiele und Meisterschaft gewinnen, Happy End«.
Eine Länge hatte der Film, meiner Meinung nach, bei den zahllosen Niederlagen, vielleicht sollte das aber auch die Stimmung verdeutlichen in der sich die Spieler befunden haben.
Gerade aber das Ende und der fast schon wie ein Epilog wirkende Teil gegen Ende (ich will jetzt nicht zu stark spoilern) haben den Film für mich abgerundet. Ich war positiv überrascht, zuerst vermutete ich eine lahme "Doku" über einen Baseball-Spieler oder dergleichen, konnte aber auch ohne Baseball-Wissen den Film genießen. Kein Film, den ich unbedingt sehen wollen würde, aber die vier Euro Obulus haben sich definitiv gelohnt.

Beide Bilder: © 2011 Columbia TriStar Marketing Group, Inc. All rights reserved.

Ein Galaxy Nexus Review

Hier ein, zugegebenermaßen sehr subjektives Review über das Galaxy Nexus.

But my overall impression after using Android for a week was that of being underwhelmed. Though the operating system is functional and advanced in certain areas, it still has an overarching feel of still being immature. Moreover, there was nothing on Android that made me feel more empowered compared to using my iPhone. Shawn Blanc

Das aktuellste Google'sche Flaggschiff wäre ja das einzige Android-Handy, das ich mir holen würde. Da ist dann wenigstens fast garantiert, dass auch nach einem Jahr noch Updates nachgeschoben werden.

Hier noch ein anderes Review vom Nexus.

Ich finde es im Übrigen garnicht schlecht, dass das Review so subjektiv ist. Ich will ja wissen, wie das einer findet, der das auch benutzt. Ist ja ein Teil, das man potentiell immer bei sich hat.

Was nützt mir denn sonst eine Dual-Core-CPU wenn die gesamte Oberfläche sich langsam anfühlt oder Knöpfe an Stellen sind, sodass ich meine Hand verrenken muss, jedes Mal, wenn ich es entsperre. Oder dass ich das Handy nicht mit einer Hand bedienen kann, weil es zu groß ist.

Wenn ich einen Zweihänder wollte, würde ich zu einem Tablet greifen. Für meinen Dad wäre so ein großes Handy was, zum Beispiel das Galaxy Note. Der macht darauf (momentan noch ein Uralt-Smartphone mit resistivem Display) nämlich ziemlich zufrieden seine Arbeitsnotizen. Aber für mich als normaler User muss das schon einhändig gehen.

Da verzichte ich gerne auf ein bisschen Bildschirm und kann meinen treuen Begleiter aber immer überall hin mitnehmen, ohne einen Klotz am Bein zu haben. Flachwitz, Füße hoch.

Also was ich eigentlich damit sagen wollte: Ich hab ziemlich Bock, auch mal was anderes als iOS und ein iPhone zu benutzen oder zu testen. Lieber Windows Phone 7(.5) als Android, nach dem, was ich diesen beiden Reviews nun entnehmen konnte.

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