Trash-Film der Woche ist eindeutig Hobo with a Shotgun. Nichtmal gut-trashig. Obwohl die farbliche Gestaltung des Filmes gelungen ist.

Moonrise Kingdom

Ein schlecht kommunizierter, bauarbeitsbedingter Ruhetag im Kino hat uns diesen Montag unserer wöchentlichen Sneak-Runde beraubt. Kurzerhand haben wir uns dann entschlossen in Moonrise Kingdom zu gehen, wie viele andere Sneak-Regulars auch.

Der Trailer hatte mir schon viel Vorfreude auf den Film gemacht, die nicht unerfüllt blieb.

An diesem Film habe ich absolut nichts auszusetzen. Geniale Kameraeinstellungen, super gute Musik, die Schauspielerei, besonders die der beiden Hauptdarsteller! Und auch ein wenig schwarzer Humor, der einen vollkommen unerwartet trifft.

Unbedingte Empfehlung (natürlich muss einem solch eine Art Film gefallen), und bitte bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben!

The Avengers

Manchmal muss man seinem Schicksal einfach die sinnbildliche Pistole an die Schläfe halten und sich den Film selbst aussuchen. Denn eigentlich sind wir es ja gewohnt jeden Montag einfach ins Kino zu gehen und uns überraschen zu lassen (nicht nur vom Film).

Also waren wir gestern in The Avengers und ich hab dabei mein Sneak-Budget für 3 Sneaks plündern müssen. Zum Glück habe ich diesmal daran gedacht alle meine 4 3D-Brillen mitzunehmen, sodass ich nun nicht auch noch eine fünfte besitze.

The Avengers ist jetzt also das große Finale, auf das die Verfilmungen der einzelnen Charaktere hingearbeitet haben. Und was für eins. Action und Spaß. Kleinere Charakter-Einblicke und ganz viel tolle CG (bis auf ein paar Fluggeräte die reingeklatscht aussahen). ILM und weta digital waren natürlich vertreten und viele kleinere Studios.

Die Helden aus dem Marvel-Universum wurden jetzt also alle in einen Film verpackt und bieten sich einen Showdown mit Loki, der schon in Thor der Bösewicht war, und einer fiesen Alien-Armee, die durch ein Portal auf die Erde kommen.

Es ist immer sehr schwer so viele starke Charaktere gemeinsam in einem Film zu haben, sodass jeder glänzen kann, ohne die anderen auszustechen. Glücklicherweise gelingt diese Balance hier und macht ziemlich Spaß. So zum Beispiel der verbale Schlagabtausch zwischen Tony Stark und Steve Rogers oder die Szene mit Loki und dem Hulk.

Ich war froh, dass endlich mal der richtige Hulk zu sehen war. Kein langweiliger Banner, sondern ein witziger und selbstbeherrschter, kein charakterloser grüner Gorilla, wie in den früheren Verfilmungen, sondern einer, der richtig reinhaut und zum Ende hin überrascht.

Der Plot ist jetzt nicht wirklich außergewöhnlich und steht offensichtlich hinten an. Es geht um die Super-Helden und die Bösewichte, nicht mehr, nicht weniger. Simpler Plot, viel Action, nichts was ablenkt.

The Avengers ist aufregend, lustig, und voller klasse Szenen, an die man sich auch nach dem Film noch erinnert, sodass man sich den Film gerne gleich nochmal anschauen möchte (oder zumindest eine ganz bestimmte Szene).

Sneak Review – Kompakt-Edition

Da ich während der letzten paar Sneaks nicht so richtig Zeit für ausschweifende Beurteilungen fand, es war wiedermal Klausurphase, kommen jezt die letzten Sneaks in einer etwas kurzgehaltenen Fassung.
Außerdem war der RSS-Feed hier kaputt, den ich heute endlich erfolgreich fixen konnte. Dann mal los.

Kalenderwoche 6 – Black Gold

Der Film handelt von Brüdern, Öl, Scheichs und einem Konflikt über einen streifen Land, Moderne und Tradition. Ein Wüstenabenteuer, von denen man heutzutage eher weniger sieht.

Die erste Hälfte baut den Konflikt glaubwürdig auf, in der zweiten kommt der Film dann richtig in Fahrt. Die weibliche Rolle im Film kommt etwas zu kurz und wirkt irgendwie halb in die Story gewurschtelt, macht aber nix. Mir hat der Film sehr gut gefallen.

Fazit: Oppulentes Wüsentabenteuer mit Anlehung an Lawrence von Arabien. Unbedingt anschauen!

Kalenderwoche 7 – Safe House

Ein Film über einen jungen CIA-Agenten, der einen wichtigen Verbrecher in seinem "Safe House" bewachen soll. Als dieses dann angegriffen wird, flüchtet er zusammen mit seinem "Paket". Dabei gerät er selbst ins Visier seiner Kollegen.

Fazit: Hat mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen, bei Denzel im Cast hätte ich mehr erwartet.

Kalenderwoche 8 – Das gibt Ärger

Zwei Agenten daten unwissentlich gleichzeitig die selbe Frau. Als die beiden das rausfinden, vereinbaren sie einen Deal: sie soll sich entscheiden, ohne zu wissen, dass die beiden sich kennen.

Es wird viel Spionage-Zeug eingesetzt um sich gegenseitig zu sabotieren oder abzuhören. Später wird dann noch total unglaubwürdig eine schwere Kindheit mit Bindungsproblemen eingestreut.

Fazit: langweiliger Spy-vs-Spy-Möchtegernfilm.

Kalenderwoche 9 – Einer wie Bruno

Zur Geschichte: Radost, 13, muss sich nicht nur um ihre Schule, sondern auch um ihren geistig zurückgebliebenen "alleinerziehenden" Vater Bruno kümmern. Pupertät und Verliebtheit in den neuen Mitschüler lassen Brunos geregelten Alltag langsam aus den Fugen geraten und auch das Jugendamt macht die Sache nicht gerade einfacher.

Die Tragigkomödie hat keine sonderlich überraschenden Stellen oder verläuft unerwartet. Trotzdem fand ich die schauspielerische Leistung von Lola Dockhorn (sie spielt Radost) und Christian Ulmen (Bruno) ziemlich gut, bei letzterem leider öfter einmal übertrieben. Die Darstellung des Bruno war, ich hab mich da kurz mit Kollegen unterhalten, die ähnliche Fälle in der Familie haben, aber glaubhaft. Die Person der Jungendamtsfrau ist jedoch ein bisschen seltsam überverständnisvoll gewesen.

Fazit: Alles in allem ist Einer wie Bruno ein unterhaltsamer Film, den ich mir auch nochmal anschauen würde.

Kalenderwoche 10 – Haywire

Darauf war ich so garnicht gefasst. Ein Action-Prügel-Agentenfilm ohne lange Prügelszenen. Wenn sich jemand schlug, dann kurz und präzise.

Mallory Kane, gespielt von Gina Carano (wohl eine Mixed-Martial-Arts-Kämpferin und keine Schauspielerin), ist – wie immer halt – super gut ausgebildet und hoch gefragt, wenn die Regierung einen Auftrag möglichst leise erledigt haben will. Irgendwann wird sie hintergangen und soll aus dem Weg geräumt werden, indem ihr alles in die Schuhe geschoben werden soll; es sollen also durch ihr Ableben mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden ('zack, ein Euro ins Phrasenschwein').

Erzähltechnisch wird die Vorgeschichte zuerst von Mallory selbst einem jungen Mann erzählt, den sie inklusive dessen Auto gerade entführt hatte. Als sie auf der Flucht dann von Streifenwagen gefasst werden, wechselt die Erzählung in die Gegenwart.

Der Film läuft ziemlch durcheinander ab. Man weiß oft nicht, warum die sich jetzt gerade schlagen, oder wer eigentlich mit wem etwas zu schaffen hat, oder was eigentlich Gordon Gecko oder Antonio Banderas hier verloren haben. Und so fühlt sich unsere Protagonistin glaube ich auch im gesamten Film bis kurz vor Schluss, wo sie mit allen Schurken einmal ordentlich den Boden wischt.

Fazit: Not your everyday Action-Thriller.

Zum Schluss

Die beiden Favoriten waren definitiv Black Gold und Haywire, es liegt aber nicht daran, dass in beiden Herr Banderas mitspielt^^.

Sneak Review – Sex on the Beach

Grundsätzlich hat der Film eine gute Ausgangsbasis gehabt. Teenager, die unbedingt einen drauf machen wollen, ein Urlaubsort als Party-Location und genug Geld vom verstorbenen Großvater.

Die vier Freunde wollen, nach abgeschlossener Schule, endlich noch einen letzten Urlaub miteinander verbringen, bevor es für einige weit weg geht. Mit selbstgemachten T-Shirts voller sexueller Motive fliegen sie nach Griechenland.

Während des Aufenthalts in einem sehr schäbigen Hotel lernen sie einen ehemaligen Soldaten kennen, dessen Vorkommen in dem Film sich leider nicht erschlossen hat. Nachdem sie in eine Bar gelockt worden waren, treffen die Vier in dieser zufällig auf die einzigen anderen Gäste, eine Gruppe aus vier jungen Frauen. Sehr lustig versuchen sie sich tanzend über die komplett leere Tanzfläche zu diesen herüberzuarbeiten.
Im Verlauf der Geschichte (kann man davon reden?) werden natürlich aus diesen Acht nach und nach vier Pärchen.

Kalenderwoche 5 - Sex on the Beach

Charakterentwicklung gibt es so gut wie nicht. Hallo, die Jungs werden gerade erwachsen!? Da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Man bekommt leider nur leicht mit, wie sich zwei, der eine wurde kurz vor dem Urlaub von seiner Freundin verlassen und trauert ihr noch nach, langsam auseinanderleben, weil der eine doch kein Geschäft mit dem anderen aufmachen und lieber Studieren will, der dritte, der Erzähler dieser Begebenheit, hat irgendwie sehr starke Probleme mit seinem Vater. Der Vierte ist scheinbar nur der Dumme, der ein paar Mal Weisheiten ausplaudern darf ("Gott reimt sich auf Schafott" dafuq?) und Döner mag.

Außer dem "Wir geben uns jetzt die Kante und reißen Frauen auf"-Plot gab es sonst nichts.

Was bleibt

Was es gab, waren viele Lacher. Auch wenn einige sehr vorhersehbar waren, habe ich doch teils echt heftig lachen müssen. Die Bandbreite der Gags verlief von urkomisch bis eklig, sehr eklig. In Dialogen wurde meist kein Blatt vor den Mund genommen und das Gegenüber unverblümt beschumpfen, wenn auch meist unabsichtlich. Oft zog die Intelligenz der Protagonisten gegenüber dem nächsten zu arrangierenden Gag jedoch den kürzeren. Die "Ich haue dir jedes Mal, wenn du deine Ex erwähnst zwischen die Eier"-Nummer wurde leider nicht konsequent durchgezogen. Es gab mindestens 3 Gelegenheiten, wo nichts unternommen wurde. Wenige Lacher wurden lange vorbereitet, und so lebten die Gags meist von spontan provozierten lustigen Szenen.

Anscheinend gibt es heirvon eine Serienvorlage, dazu kann ich aber nichts sagen.

Zum Abschluss: Lieber Superbad anschauen, da ist wesentlich mehr Substanz dahinter und es ist mindestens genau so witzig.

Bilder via imdb.com

Intruders

Gestern kam in der Sneak, seit langem, mal wieder ein Horror-Film.

Ein mysteriöses Schattenwesen plagt zwei Kinder, die in Spanien bzw. in England wohnen. Jeweils ein Elternteil gerät mit in die Auseinandersetzung mit dem Monster aus dem dunklen Wandschrank.

Die Spannung wird gut gehalten, sodass ich eigentlich bis zum Ende neugierig war, was das Monster denn nun wirklich ist – Einbildung, übernatürliche Kraft oder ein Einbrecher?

Zu Anfang gab es einige Doch-nur-ein-Traum-Momente. Das hat mit dazu beigetragen, dass man nicht sofort wusste, ob das Geschehen nicht wieder nur ein Traum war oder doch echt.

Was ich aber vermisst habe ist Nervenkitzel und Aufregung. Ich kam mir nicht vor wie in einem Gruselfilm und sehnte mich nach etwas, das wie F.E.A.R. auf mich wirkt – pure Gänsehaut eben.

Sogesehen wurde ich spannungstechnisch gut unterhalten, gruseltechnisch aber garnicht.

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