Sneak Review – Sex on the Beach

Grundsätzlich hat der Film eine gute Ausgangsbasis gehabt. Teenager, die unbedingt einen drauf machen wollen, ein Urlaubsort als Party-Location und genug Geld vom verstorbenen Großvater.

Die vier Freunde wollen, nach abgeschlossener Schule, endlich noch einen letzten Urlaub miteinander verbringen, bevor es für einige weit weg geht. Mit selbstgemachten T-Shirts voller sexueller Motive fliegen sie nach Griechenland.

Während des Aufenthalts in einem sehr schäbigen Hotel lernen sie einen ehemaligen Soldaten kennen, dessen Vorkommen in dem Film sich leider nicht erschlossen hat. Nachdem sie in eine Bar gelockt worden waren, treffen die Vier in dieser zufällig auf die einzigen anderen Gäste, eine Gruppe aus vier jungen Frauen. Sehr lustig versuchen sie sich tanzend über die komplett leere Tanzfläche zu diesen herüberzuarbeiten.
Im Verlauf der Geschichte (kann man davon reden?) werden natürlich aus diesen Acht nach und nach vier Pärchen.

Kalenderwoche 5 - Sex on the Beach

Charakterentwicklung gibt es so gut wie nicht. Hallo, die Jungs werden gerade erwachsen!? Da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Man bekommt leider nur leicht mit, wie sich zwei, der eine wurde kurz vor dem Urlaub von seiner Freundin verlassen und trauert ihr noch nach, langsam auseinanderleben, weil der eine doch kein Geschäft mit dem anderen aufmachen und lieber Studieren will, der dritte, der Erzähler dieser Begebenheit, hat irgendwie sehr starke Probleme mit seinem Vater. Der Vierte ist scheinbar nur der Dumme, der ein paar Mal Weisheiten ausplaudern darf ("Gott reimt sich auf Schafott" dafuq?) und Döner mag.

Außer dem "Wir geben uns jetzt die Kante und reißen Frauen auf"-Plot gab es sonst nichts.

Was bleibt

Was es gab, waren viele Lacher. Auch wenn einige sehr vorhersehbar waren, habe ich doch teils echt heftig lachen müssen. Die Bandbreite der Gags verlief von urkomisch bis eklig, sehr eklig. In Dialogen wurde meist kein Blatt vor den Mund genommen und das Gegenüber unverblümt beschumpfen, wenn auch meist unabsichtlich. Oft zog die Intelligenz der Protagonisten gegenüber dem nächsten zu arrangierenden Gag jedoch den kürzeren. Die "Ich haue dir jedes Mal, wenn du deine Ex erwähnst zwischen die Eier"-Nummer wurde leider nicht konsequent durchgezogen. Es gab mindestens 3 Gelegenheiten, wo nichts unternommen wurde. Wenige Lacher wurden lange vorbereitet, und so lebten die Gags meist von spontan provozierten lustigen Szenen.

Anscheinend gibt es heirvon eine Serienvorlage, dazu kann ich aber nichts sagen.

Zum Abschluss: Lieber Superbad anschauen, da ist wesentlich mehr Substanz dahinter und es ist mindestens genau so witzig.

Bilder via imdb.com